
Beim diesjährigen Nordtreffen des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ (IdS) kamen insgesamt zwölf Vertreter*innen aus allen fünf Nordländern in Bremen zusammen. Im Mittelpunkt des länderübergreifenden Austauschs standen das Schwerpunktthema Empowerment, die Weiterentwicklung gemeinsamer Bildungs- und Kooperationsformate sowie die Vorbereitung auf die kommende Förderperiode 2027–2029.
Eröffnet wurde das Nordtreffen mit einer herzlichen Begrüßung durch Ayten Kocaoğlu, Mitglied des Präsidiums im Landessportbund Bremen. In ihrer Ansprache hob sie die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Nordländer hervor. Mit Blick auf die Tagesordnung betonte Kocaoğlu die Bedeutung des Themas Empowerment. Als Vorsitzende des Ausschusses Frauen und Gleichstellung sowie Mitglied im Ausschuss Soziale Arbeit im Sport sei dies auch für sie ein zentrales Anliegen. Sie machte, auch mit Blick auf ihre eigene Geschichte im freiwilligen Engagement, deutlich, dass Empowerment aus ihrer Sicht vor allem dann wirksam werde, wenn mehrere Aspekte zusammenkommen: Tragfähige Beziehungsarbeit, ein Bewusstsein für eigene Privilegien, die Bereitschaft, Räume zu öffnen – und manchmal auch, selbst Platz zu machen.
Austausch zu aktuellen Entwicklungen in den Ländern
Im Anschluss gaben die Vertreter*innen der einzelnen Bundesländer kurze Updates zu ihren aktuellen Entwicklungen: Wo stehen die Länder im Hinblick auf den Fortsetzungsantrag? Welche Herausforderungen prägen derzeit die Arbeit? Und welche Projekte und Ansätze haben sich besonders bewährt? Der Austausch zeigte diverse länderspezifische Besonderheiten aber ebenso gemeinsame Fragestellungen und Entwicklungen, bei deren Diskussion und Lösung sich der Mehrwert des kollegialen Austausches bemerkbar machte.
Empowerment als zentrales Schwerpunktthema
Den inhaltlichen Kern des Treffens bildete das Thema Empowerment– auch im Kontext von Engagement-Förderung – das in zwei aufeinander aufbauenden Arbeitsphasen durch Jennifer Hedderich, Programmleitung „Integration durch Sport“ im LSB Niedersachsen, vertieft wurde. Zum Einstieg ging es um ein gemeinsames Begriffsverständnis sowie um konkrete Wege zur Stärkung von Selbstwirksamkeit, Teilhabe und Beteiligung.
Am Nachmittag standen Chancen und Herausforderungen der Empowerment-Arbeit im Fokus. Die Teilnehmenden tauschten sich über erfolgreiche Ansätze aus den Ländern und über die im Jahr 2025 ausgearbeitete neue Programmstrategie „Integration durch Sport“ aus. Zudem wurde intensiv diskutiert, ob Empowerment-Projekte sich für eine länderübergreifende Zusammenarbeit eignen.
Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg stärken
Ein weiterer Programmschwerpunkt lag auf der länderübergreifenden Zusammenarbeit in den Jahren 2026 sowie in der kommenden Förderperiode 2027–2029. Neben einem Update zur geplanten nordländerübergreifenden Bildungsreihe wurden mögliche thematische Schwerpunkte, wie neue Konzepte in der Zusammenarbeit mit Sprachkursträgern, identifiziert und gemeinsame Projektideen entwickelt und Zeitpläne festgelegt. Abgerundet wurde der erste Veranstaltungstag durch einen gemeinsamen „Walk & Talk“ entlang der Weser mit Stadionbesichtigung sowie ein gemeinsames Abendessen im Bootshaus am Weserbogen.
Blick nach vorn: Finanzierung, Beratung und Innovation
Der zweite Tag widmete sich praxisnahen Themen wie den Stützpunktvereinen, der IdS‑Finanzierung 2027–2029 sowie einem Erfahrungsaustausch zur systemischen Beratung. Mit dem Innovationsthema „KI im interkulturellen Kontext“ wurde zudem ein Zukunftsthema aufgegriffen, das in der Entwicklung des organisierten Sportes und vor allem in der Förderlandschaft disruptive Potentiale besitzt.




