Sexualisierte Gewalt ist ein ernstes Problem im Sport.

Menschen stehen auf verschiedenen Ebenen eines mehrstöckigen Sprungturms im Freien, wobei auf jeder Ebene ein buntes Banner mit deutschem Text angebracht ist.

Studien zeigen, dass zwischen 20 und 30 Prozent aller Athlet:innen im Laufe ihrer sportlichen Laufbahn Opfer von Grenzverletzungen oder Übergriffen werden. Um diesem Thema noch mehr Sichtbarkeit zu geben, unterstützt der Landessportbund Bremen gemeinsam mit dem Bremer Fußball-Verband und dem Sportamt Bremen die neue Kampagne „WATCH. ACT. PROTECT.“ der Hochschule Bremerhaven.

Zum Auftakt der Kampagne setzten Studierende der Studienrichtung Digitale Medienproduktion am 16. September ein starkes und öffentlichkeitswirksames Zeichen: Mit einer Guerilla-Aktion am Sprungturm im Stadionbad und weiteren Bremer Sportstätten machten sie auf die schleichenden Mechanismen aufmerksam, mit denen Täter:innen ihre Opfer in Missbrauchssituationen verstricken. Provokante Sprüche wie „Mit Zopf gefällst du mir.“ oder „Geh du doch mal vor.“ wurden als übergroße Zitate installiert – an genau den Orten, an denen sexualisierte Gewalt geschehen kann.

Über QR-Codes auf Bannern, Stickern und Plakaten gelangen Interessierte direkt zur neuen Projektwebseite www.watchactprotect.de. Dort finden Betroffene, Trainer:innen, Vereine und Eltern praxisnahe Informationen, Handlungsempfehlungen und Hilfsangebote. Ergänzend stellt die Kampagne Vereinen ein umfangreiches Toolkit mit Aufklärungsplakaten, Checklisten, Social-Media-Vorlagen und Leitfäden zur Verfügung.

„Für den Landessportbund ist es ein zentrales Anliegen, Sportler:innen, Trainer:innen, Übungsleitende und Vereine für das Thema sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren und für ein sicheres Umfeld mit klaren Regeln zu sorgen. Grenzverletzungen müssen angesprochen und aufgeklärt werden. Die Kampagne WATCH. ACT. PROTECT., die von den Studierenden der Hochschule Bremerhaven hervorragend umgesetzt wurde, ist hierbei eine große Hilfe und sendet ein starkes Signal in den Sport“, so LSB-Geschäftsführer Thomas Kaessler.

Mit der Unterstützung der Kampagne unterstreicht der Landessportbund Bremen erneut die Wichtigkeit des Themenfeldes Prävention sexualisierter Gewalt und der Umsetzung entsprechender Schutzkonzepte in den Sportvereinen. „WATCH. ACT. PROTECT.“ sattelt auf eine erst kürzlich vorgestellte Plakataktion in Bremen und Bremerhaven auf, die ebenfalls auf das Thema und insbesondere auf Anlauf- und Beratungsstellen für Betroffene aufmerksam machen soll. Mit der Plakat-Aktion wird ein weiteres Zeichen für ein sicheres Umfeld in den Bremer und Bremerhavener Sportstätten gesetzt. Dafür sind die Plakate mit dem Slogan „Nein, es ist nicht okay“ unter anderem in allen öffentlichen Sporthallen ausgehängt worden.

Weitere Informationen

Unter Werte & Wirken findest du noch weitere Informationen zum Thema „Prävention sexualisierter Gewalt im Sport“.

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