
Der Landessportbund Bremen (LSB) begrüßt die Entscheidung des Bremer Senats und von Sportsenatorin Dr. Eva Högl, das Bremer Hansewasserbad über das Ende des laufenden Schuljahres hinaus vorübergehend weiterzubetreiben. Damit wird einer zentralen Forderung des organisierten Sports entsprochen.
Gemeinsam mit den betroffenen Vereinen und Fachverbänden hat sich der Landessportbund in den vergangenen Monaten mit Nachdruck für den Erhalt der dringend benötigten Wasserflächen eingesetzt. Die nun gefundene Übergangslösung verschafft den Vereinen zusätzliche Zeit, um den drohenden Verlust von Schwimmzeiten zumindest kurzfristig zu überbrücken.
LSB-Präsidentin Eva Quante-Brandt: „Wir freuen uns über diese Entscheidung. Der organisierte Sport hat gemeinsam beharrlich dafür gekämpft, dass das Hansewasserbad nicht vorschnell geschlossen wird. Diese Beharrlichkeit hat sich nun ausgezahlt. Das Moratorium ist ein wichtiges Signal für den Schwimm- und Wassersport in Bremen und verschafft den betroffenen Vereinen etwas Luft.“
Der LSB bedankt sich bei Sportsenatorin Dr. Eva Högl, der Bremer Bäder GmbH sowie bei Werder Bremen, deren konstruktive Vermittlung und Entgegenkommen die Fortsetzung des Betriebs bis zum Eigentumsübergang ermöglichen. Gleichzeitig macht der LSB deutlich, dass es sich lediglich um einen Teilerfolg handelt. Denn an der langfristigen Perspektive einer vollständigen Schließung des Bades hat sich nichts geändert. Von der Schließung wären nicht nur der Breiten- und Leistungssport, sondern auch wichtige gesellschaftliche Angebote wie Integrationsmaßnahmen betroffen. Auch für die Schwimmkurse des Landessportbundes für Frauen mit Migrationshintergrund gibt es zwar Gespräche aber noch keine akzeptable Lösung.
Wichtiger Erfolg für den Sport, aber die Herausforderungen bleiben
Durch den Wegfall der Wasserflächen im Hansewasserbad und auch im Unibad drohen den Bremer Schwimm- und Wassersportvereinen erhebliche Einschränkungen. „Die Entscheidung zum vorübergehenden Weiterbetrieb des Hansewasserbades löst das grundlegende Problem leider nicht“, betont Quante-Brandt. „Wenn das Hansewasserbad und das Unibad wegfallen, fehlen dem Bremer Sport erhebliche Wasserzeiten. Deshalb halten wir an unserer Forderung fest: Bevor bestehende Bäder dauerhaft geschlossen werden, müssen adäquate Ersatzkapazitäten – vor allem im Südbad – geschaffen werden.“
Der LSB weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass die verfügbaren Wasserflächen bereits heute nicht ausreichen, um den Bedarf der Vereine, Verbände und Schwimmkurse vollständig abzudecken. Der LSB wird sich daher weiter gemeinsam mit den betroffenen Vereinen und Verbänden dafür einsetzen, dass ausreichend Wasserflächen für den Bremer Schwimm- und Wassersport zur Verfügung stehen.




