
Mit rund 150 Teilnehmenden war der von der Bremer Krebsgesellschaft und dem Landessportbund Bremen ausgerichtete Informationstag in der Bremischen Bürgerschaft zum Thema „Cancer Survivors – Leben mit Krebs“ überaus gut besucht. Nach einer kurzen Begrüßung durch Gastgeberin Sahhanim Görgü-Philipp (Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft), die auf die Wichtigkeit von Informationsveranstaltungen wie dem Krebssporttag verwies, hob Prof. Dr. Heiner Wenk als 1. Vorsitzender der Bremer Krebsgesellschaft die Bedeutung der Beratung sowie die Notwendigkeit der körperlichen Aktivität bei Krebserkrankungen hervor. Musikalisch begleitet wurde der Krebsinformationstag vom Chor der Bremer Krebsgesellschaft.
Martina Lisiack, Präsidiumsmitglied für Breiten- und Gesundheitssport, wies als Vertreterin des Landessportbundes Bremen auf die Wichtigkeit der Sportvereine im Rahmen der Krebsnachsorge hin und hob die erfolgreiche Kooperation mit der Bremer Krebsgesellschaft hervor. „Die Sportvereine sind ein wichtiger Faktor, wenn es um die Gesundheit und die Steigerung der Lebensqualität geht“, so Lisiack.
Viel Zulauf an den Informationsständen
Sowohl vor den Vorträgen als auch in den Pausen bestand für die Teilnehmenden des Krebsinformationstages die Möglichkeit, sich persönlich mit den jeweiligen Ansprechpartnern der Sportvereine auszutauschen. Stellvertretend für den organisierten Sport waren folgende Vereine in der Bürgerschaft vor Ort: ATSV Sebaldsbrück, FT Blumenthal, Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.V., TuS Huchting und TV Bremen-Walle 1875. Die Vertreterinnen und Vertreter der Vereine hatten alle Hände voll zu tun, um die Fragen der vielen Interessierten zu beantworten. Dabei ging es nicht nur um den Rehabilitationssport, sondern auch um die allgemeinen Sportangebote der anwesenden Vereine. Neben den Anlaufstellen der Sportvereine erfuhren auch die Stände der Strahlentherapie, der Ernährung sowie ein Informationsstand zu den Folgen chirurgischer Eingriffe regen Zulauf.
Betroffene sollten körperlich aktiv bleiben
Der Vortrag zum Langzeitüberleben und zur psychischen Gesundheit von Referentin Carmen Schmies stieß auf großes Interesse. Schmies wies darauf hin, dass der Kampf gegen die Krankheit für Betroffene immer weitergeht. In diesem Zusammenhang nehme die Widerstandsfähigkeit und Positivität eine elementare Rolle ein. Aktives Sporttreiben könne für Betroffene eine sehr wichtige Rolle spielen, um nicht den Mut zu verlieren und weiter gegen die Krankheit anzukämpfen. Daniel Fangmann, Koordinator für Breiten- und Gesundheitssport im Landessportbund Bremen, ging in seinem Vortrag ebenfalls auf die Wichtigkeit von (sportlicher) Aktivität für die Bewältigung des Alltags sowie die Krankheitsbewältigung ein.
Angesichts der großen Resonanz beim diesjährigen Krebsinformationstag zeigte sich LSB-Präsidiumsmitglied Martina Lisiack sehr erfreut: „Die Veranstaltung ist sehr gut gelaufen und die Vielzahl der Interessierten vor Ort hat gezeigt, dass Sport eine wichtige Rolle beim Krankheitsbild Krebs einnehmen kann. Wir hoffen, dass wir mit der Veranstaltung einen Beitrag dazu leisten konnten, um mögliche Hemmschwellen weiter abzubauen.“
Der nächste Bremer Krebsinformationstag wird aller Vorrausicht nach im Jahr 2026 stattfinden.




