
Das Finalturnier der Fußballnächte des Landessportbundes Bremen in der „Bolzerei“ war ein voller Erfolg. Beim Turnier trafen Teams aus verschiedenen Bremer Stadtteilen aufeinander, dazu gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit DJ- und Rap-Artisten und einer Podiumsdiskussion zum Thema „Jugendliche Menschen in verantwortungsvoller Rolle“. Organisiert wurde das Event von den Projektverantwortlichen der LSB-Programme „Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Rassismus“ und „Vielfalt im Sportverein“ sowie dem SV Werder Bremen und dem Verein Tim Borowski & friends. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Grußwort von LSB-Präsidentin Eva Quante-Brandt.
Die LSB-Präsidentin würdigte die Arbeit der verschiedenen Kooperationspartner und rief die Teilnehmenden zu einem fairen Miteinander auf. Die Fußballnächte seien ein Zeichen dafür, dass Sport über alle Grenzen hinweg verbinde. Darüber hinaus forderte Quante-Brandt, künftig vermehrt auf die Teilnahme von Frauen und Mädchen hinzuarbeiten und entsprechende Angebote ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit Max Winkler – beim SV Werder verantwortlich für das Bolzplatz-Angebot des Sozial-Projekts „Spielraum“ – übernahm die LSB-Präsidentin auch den „Kick-Off“ für das Finalturnier.
12 Teams duellieren sich um den Finalsieg
Acht Mannschaften aus acht verschiedenen Standorten der Fußballnächte waren in der „Bolzerei“ vertreten. Zuvor mussten sich die Teams in ihren jeweiligen Stadtteilen für das Finale qualifizieren. Hinzu kamen je zwei Teams vom Werder-Projekt „Spielraum“ und vom LSB-Programm „Vielfalt im Sportverein“, so dass am Ende 12 vielfältige Mannschaften um den Turniersieg wetteiferten. Turniersieger wurde die Mannschaft aus Blumenthal, die sich im Finale gegen das Team aus Huchting durchsetzen konnte.
Podiumsdiskussion mit Werder-Spielerin Riccarda Walkling
Neben dem sportlichen Wettbewerb stand eine Podiumsdiskussion im Mittelpunkt der Veranstaltung. Moderiert wurde die Diskussionsrunde mit Riccarda Walkling (Spielerin aus Werders Erstliga-Team), Mats Heitmann (U23-Spieler des SVW), Sudenur Kücük vom Jugendbeirat Huchting und Übungsleiter Ayman Boujibar von Yousuf Mirzad (Bremen Next). Themen der Diskussion waren die Gewinnung von Ehrenamtlichen für den Sport – insbesondere im Jugendbereich, die Bedeutung der Fußballnächte für die ärmeren Stadtteile Bremens und die Frage, wie man mehr Angebote für Mädchen und junge Frauen schaffen kann.
Positives Fazit der Projektverantwortlichen
Nicht nur für die teilnehmenden Mannschaften, sondern auch für die Projektverantwortlichen beim LSB Bremen war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Cindi Tuncel und Tom Tietjen (Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Rassismus) sowie Astrid Touray (Vielfalt im Sportverein) freuten sich über ein tolles Event zum Jahresabschluss und viele positive Begegnungen auf und neben dem Platz. Zudem lobten die LSB-Organisatoren die gute und sinnvolle Zusammenarbeit mit dem Spielraum-Projekt von Werder Bremen. Beide Konzepte haben zum Ziel, Jugendliche aus verschiedenen Bremer Stadtteilen zusammenbringen, damit sie in Bewegung kommen und zusammen Spaß haben.
Über das Projekt „Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Rassismus“
Bereits seit 1998 führt der Landessportbund im Rahmen des Projekts „Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Rassismus“ die beliebten Fußball- und Basketballnächte für Freizeit- und Hobbymannschaften im Alter zwischen 16 und 25 Jahren durch. Sie wurden in Kooperation mit Partnern aus Politik, Sport und Gesellschaft in verschiedenen Bremer Stadtteilen ins Leben gerufen und hat seit dem Projekt-Beginn über 25.000 Jugendliche und Heranwachsende erreicht. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, Jugendliche aus verschiedenen Kulturkreisen und Nationalitäten zusammenzubringen, um gemeinsam Sport zu treiben. Die Heranwachsenden sollen einander kennen lernen und die Sportnächte als Alternative zum ‚Abhängen‘ auf der Straße wahrnehmen. Respekt gegenüber Anderen, Fairness, Teamgeist und die allgemeine Lust auf Sport sind die wesentlichen Leitmotive der Bremer Sportnächte, die präventiv und integrativ in die verschiedenen Stadtteile hineinwirken sollen.




