Besprechungszimmer im Weserstadion, Bildschirm mit Logos LSB Bremen und Fußball-Verband.

Rund 20 Teilnehmer:innen kamen am 22. April 2026 zum ersten Netzwerktreffen Inklusion zusammen. Eingeladen hatten der Ausschuss Inklusion im Sport des LSB Bremen gemeinsam mit dem Bremer Fußball-Verband. Die Idee entstand im Ausschuss nach dem Vorbild des Vereinsnetzwerks in Bremerhaven. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des Bremer Fußball-Verbandes im Weserstadion statt und bot einen passenden Rahmen für Austausch und Vernetzung.

Projekte geben Einblicke in die Praxis

Zum Auftakt stellten verschiedene Initiativen ihre Arbeit vor und gaben Einblicke in bestehende Angebote. Die Beispiele machten deutlich, wie vielfältig inklusiver Sport in Bremen bereits gelebt wird:

  • Bremen United hob neben sportlichen Aktivitäten besonders den Community- und Charity-Gedanken hervor, etwa durch Spendenaktionen, Aufräumtage, Fußballcamps oder Gebärdensprachkurse.
  • Der inklusive Triathlon des ATS Buntentor in Kooperation mit der Lebenshilfe Bremen wurde als erfolgreiches Format vorgestellt und findet am 29. August erneut statt.
  • Die SG Findorff berichtete von langjährigen Erfahrungen: Bereits seit den 1980er-Jahren gibt es dort inklusive Sportangebote, seit 2015 mit besonderem Fokus auf Inklusion im Kinderturnen.
  • Special Olympics Bremen präsentierte zwei aktuelle Projekte, die über mehrere Jahre laufen.
  • Der Arbeitskreis „Inklusion im Bremer Osten“ vernetzt sich regelmäßig in Hemelingen, um den Stadtteil inklusiver zu gestalten und Angebote sichtbarer zu machen.

Chancen, Herausforderungen und gemeinsamer Bedarf

Deutlich wurde: Inklusion im Sport bietet viele Chancen, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Besonders genannt wurden:

  • finanzielle Mehrbelastungen für Vereine
  • fehlende oder nicht barrierefreie Sportstätten
  • die Gewinnung von Menschen mit Beeinträchtigung für bestehende Angebote
  • Beratungs- und Qualifizierungsbedarf, insbesondere für Übungsleiter:innen und Referent:innen

Auch die Abstimmung von Terminen wurde als Herausforderung benannt. Ein regelmäßiges Netzwerk kann hier helfen, Angebote besser zu koordinieren, Synergien zu nutzen und voneinander zu lernen.

Fortsetzung des Netzwerks geplant

Das erste Treffen zeigte deutlich den Bedarf nach weiterer Vernetzung. Ein Folgetreffen ist bereits für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Denkbar sind künftig auch inhaltliche Impulse zu Beginn der Treffen.

Über weitere Termine und Entwicklungen wird der LSB auf seinen Kanälen informieren.

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