Im Rahmen der Bestenehrung des Senats hat Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer herausragende sportliche Leistungen im Land Bremen gewürdigt. Traditionell wurde die Ehrungsveranstaltung in der festlichen Oberen Rathaushalle abgehalten. Unter den Augen von LSB-Präsidentin Eva-Quante-Brandt und einem Großteil des LSB-Präsidiums wurden herausragende Sportlerinnen und Sportler aus Bremen und Bremerhaven ausgezeichnet, die im Jahr 2023 Spitzenplatzierungen bei Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften errungen hatten.

Insgesamt 91 Sportler:innen und Trainer:innen hatte Ulrich Mäurer in die Rathaushalle eingeladen. Geehrt wurden zudem 16 verdiente Ehrenamtliche aus dem Vereinssport. Vertreten waren der Pferdesportverband Bremen, Vegesacker BMX Club, SV Werder Bremen, ATS Buntentor, Sportanglerverein Hemelingen und Umgegend, TSG Bremerhaven, TURA Bremen, ERB Bremen, Canyon CLLCTV Team, 1. Bremer Squash-Club, Störtebeker Bremer Paddelsport, Keglerverein Bremerhaven, GSV Bremen, Grün-Gold-Club Bremen und das TanzCentrum Gold und Silber Bremen sowie verdiente ehrenamtliche Vereins- und Verbandsfunktionäre vom ATSV Habenhausen, Bremen 1860, Bremer Ski-Club, Geestemünder Schützenverein, GTV Bremerhaven, Bremer Judo Verband, SC Borgfeld, TuS Komet Arsten, 1. Bremer Squash-Club, Skiclub Bremerhaven und der Regattagemeinschaft Nordseewoche. Mit Jens Steinmann (Grün-Gold-Club Bremen), Ulrike Weiß (Bremer Ski-Club e.V.) und Uwe Wenzel (Kreissportbund Bremen-Nord) wurden auch drei Mitglieder des aktuellen LSB-Präsidiums für ihre ehrenamtlichen Verdienste im organisierten Sport ausgezeichnet.

Klare Worte von Ulrich Mäurer

„Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Disziplinen bei der heutigen Sportlerehrung vertreten sind. Und man muss ganz deutlich sagen, dass es keine Frage des Glücks ist, dass Sie so viele Medaillen abgeräumt haben, sondern das lange Ergebnis von sehr viel Einsatz und Arbeit, Schweiß, Hartnäckigkeit und großer Zielstrebigkeit. Wir dürfen aber auch alle anderen nicht vergessen, die unverzichtbar sind im Sport. Also die Personen, die Sie unterstützt und gefördert und ihre Leistungen so mit ermöglicht haben“, sagte Senator Ulrich Mäurer in seiner Begrüßungsrede. Klare Worte fand er angesichts der schwierigen Haushaltsberatungen. „Die Sportvereine erwarten zurecht, dass man ihre Leistungen seitens der Politik anerkennt und wertschätzt. Dass es trotz der angespannten Haushaltslage derzeit keine inhaltlichen Kürzungen bei der Sportförderung gibt, kann eigentlich nicht unser Anspruch sein. Die Erwartungen, die der Koalitionsvertrag geweckt hat, sind ganz andere“, so Mäurer. Der Sporthaushalt mit einem Etat von 30 Millionen Euro biete aber keinen Spielraum, da unter anderem alleine 12 Millionen für die Bäder vorgesehen seien. „Deshalb halte ich es für dringend notwendig, dass wir uns nach Alternativen – möglicherweise auch mit Hilfe von privaten Investoren – umsehen. Fest steht: Wenn die Sportvereine wegfallen, werden die Probleme unbeherrschbar.“

LSB-Präsidentin Eva Quante-Brandt fordert Stärkung des Sports

Auch Eva Quante-Brandt, Präsidentin des Landessportbundes Bremen, würdigte in ihrem Grußwort die hervorragenden Leistungen der anwesenden Sportlerinnen und Sportler und zeigte sich beeindruckt von der großen Palette der vertretenen Sportarten. Angesichts der Bedingungen sei eine solche Leistungsstärke- und Dichte keine Selbstverständlichkeit. Der Leistungssport, so Quante-Brandt, lebe immer auch vom Breitensport und den vielen helfenden Händen im Hintergrund. „Das Ehrenamt ist und bleibt das Fundament des Sports, gleichwohl sich das ehrenamtliche Engagement wandelt. Auch deshalb brauchen wir vernünftige Bedingungen im Sport und dazu gehört, dass man sich an Koalitionsverträge hält, zum Beispiel was die Erhöhung der Übungsleiterpauschale angeht“, so Quante-Brandt. Die LSB-Präsidentin regte in diesem Zusammenhang eine Diskussion darüber an, das Ehrenamt im Sport auf Bundesebene – ähnlich wie beim Technischen Hilfswerk – anders anzuerkennen. „Sehr froh bin ich darüber, dass Senator Ulrich Mäurer ebenso wie der Landessportbund der Ansicht ist, dass es mit dem Herunterfahren des Sporthaushaltes so nicht mehr weitergehen kann. Gerade in Zeiten wie diesen – mit so vielen kriegerischen Auseinandersetzungen – brauchen wir den Sport als etwas, das uns zusammenführt und uns in unserem gemeinsamen Tun stärkt“, sagte Quante-Brandt unter dem Applaus der anwesenden Sportler:innen und Gäste.

Bühne für ehrenamtliches Engagement

Rund 150 Personen haben die diesjährige Senatsehrung in der Oberen Rathaushalle begleitet. Neben den geladenen Sportlerinnen, Sportlern und Ehrenamtlichen mit ihren Gästen waren auch Deputierte aus der Deputation für Sport und das Präsidium des Landessportbundes vertreten. Die Senatsehrung lenkt den Blick ganz bewusst auch auf die vielen Aktiven in den Vereinen, die das Umfeld für sportliche Spitzenleistungen überhaupt erst schaffen. Diese zum Großteil ehrenamtlichen Akteure, die unersetzliche Arbeit leisten, aber nur selten im Rampenlicht stehen, widmen oftmals den Großteil ihrer Freizeit dem organisierten Sport. Daher werden bei der Senatsehrung traditionell auch verdiente Ehrenamtliche ausgezeichnet.

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